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Etwas vom eigenen Glück zurückgeben

Managerbund Reutlingen unterstützt die Reutlinger Tafel mit 5.000 Euro und ehrenamtlichem Einsatz

In den Statuten des Managerbundes Reutlingen (MBR) ist  das soziale Engagement fest verankert:  "Wir wollen etwas von dem Glück, das wir haben, an diejenigen zurückgeben, die Hilfe dringend brauchen."  Der Managerbund unterstützt mit 5.000,- € die Arbeit der Reutlinger Tafel und damit die Menschen, die aktuell besonders unter der Coronakrise leiden und auf Unterstützung angewiesen sind. Die Spende und das Engagement des MBR hat sehr dazu beigetragen, dass die Tafel schon wenige Wochen nach ihrer Schließung wieder öffnen konnte.  Der Managerbund Reutlingen hat initiiert durch Jens Berger, Geschäftsführer der BWR Security GmbH aus Pfullingen und Metzingen, die ersten Öffnungstage im April begleitet und für die nötige Sicherheit und die Einhaltung der Abstandsregeln gesorgt. Mittlerweile hat die Tafel regelmäßig immer dienstags und freitags von 9.00 – 15.30 Uhr geöffnet. Zusätzlich gibt es für ältere und kranke Kund*innen den Lieferservice.

Dass der Bedarf groß war, zeigte allein schon die Tatsache, dass die Menschen teilweise einen weiten Weg auf sich nahmen, um sich mit den sehr günstigen Lebensmitteln einzudecken. "Diese Aktion hilft im Moment nur ein paar Menschen, aber gemeinsam arbeiten wir daran, dass wir möglichst vielen Menschen helfen können, die nur geringe Einkünfte haben.“ Darin waren sich die Beteiligten einig. Neben der BWR Security und dem Tafelteam des Diakonieverbandes waren das auch Engagierte bei den foodsharern und den Drei Musketieren. Auch Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck war vor Ort und schaute sich an, wie die gut gefüllten Lebensmittelkisten eingeladen und an ältere und kranke Tafelkunden ausgeliefert wurden. Er bedankte sich bei allen Aktiven und lobte die gute Zusammenarbeit.

Die Koordination der MBR-Spendenaktion hat Jens Berger, Geschäftsführer der BWR Security GmbH, übernommen. Der Gedanke dazu entstand bei ihm aufgrund einer persönlichen Krankheitserfahrung. "Jetzt war der richtige Zeitpunkt es umzusetzen." Er hatte einen Kreislaufzusammenbruch und musste in das RT Krankenhaus eingeliefert werden und hat für sich festgestellt, dass Leben vergänglich ist. Bei der Beobachtung der Arbeit der Reutlinger Tafel ist der Gedanke dann weiter gereift. Jens Berger ist auf seine Kollegen im Managerbund mit der Aktion zugegangen und durchgehend auf offene Ohren gestoßen. Obwohl die Unternehmen des Managerbundes selbst in der aktuellen Lage allesamt extrem belastet sind, haben sie alle sich spontan entschlossen, zu helfen. Schnell und unbürokratisch wurden Unterstützer der Aktion gefunden.

Der Managerbund als Verein ist ein Kreis von über 40 etablierten Unternehmen in der Region Reutlingen, die in ihren Zusammenkünften, in der Corona-Krise natürlich telefonisch, über wirtschaftliche Projekte und auch die Möglichkeiten des sozialen Engagements beraten. Auch zukünftig will sich der MBR engagieren, z.B. mit Lebensmittel- oder Sachspenden.  Jens Berger meint dazu: „In einem reichen Land, wie Deutschland es ist, sei es eigentlich fast schon beschämend, dass es Einrichtungen wie die Tafeln braucht, sagte vor einiger Zeit ein deutscher Politiker. Aber es lässt sich leider nicht ändern. Und sie brauchen Unterstützung!“

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