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3000 Euro für die Reutlinger Vesperkirche

„Alle Jahre wieder“, sagte Vesperkirchenpfarrer Jörg Mutschler am Mittwoch dieser Woche und betonte, dass er immer noch in weihnachtlicher Stimmung sei – und das vor allem angesichts der Spende von Matthias Willy, der wie schon rund zehn Jahre zuvor auch in diesem Januar erneut die Vesperkirche unterstützt. Im Namen der Mercedes-Benz VP GmbH überreichte der Vertriebsleiter Transport nun eine Spende von 3000 Euro an Mutschler und Dr. Joachim Rückle als Geschäftsführer des Diakonieverbands Reutlingen.

„Wir sind ja über die Reutlinger Tafel an die Vesperkirche gekommen“, sagte Willy. Ein wesentlicher Grund für die Unterstützung sei: „Bei der Vesperkirche wissen wir, dass jeder Euro ankommt.“ Angesichts der Krise in der Autoindustrie betonte Matthias Willy: „Wir fokussieren uns bei den Spenden auf jene Themen, die wir als besonders unterstützungswürdig betrachten.“ Die Reutlinger Vesperkirche gehöre dazu, „weil sie nur positiv belegt ist“. Mutschler freute sich auch in diesem Jahr über die Unterstützung durch die Firma Daimler, er betonte aber auch: „Wir wissen alle, dass die Schere in der Gesellschaft immer weiter auseinandergeht – deshalb sind wir froh über so treue Spender.“ Der Vesperkirchenpfarrer betonte zudem, dass in dem „besonderen Gasthaus“ arme Menschen aus vielerlei Nationen zusammenkommen.

Rückle stimmte zu, „die Vesperkirche ist ein Ort, an dem sich alles durchmischt, ansonsten ist die Abgrenzung in der Gesellschaft zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen ja groß“, ergänzte Rückle. Und Jörg Mutschler führte weiter aus: „Es dreht einem ja förmlich das Herz um, wenn man vier Wochen lang das tägliche Elend der Menschen in der Vesperkirche erlebt und hautnah mitkriegt.“ Das mache auch wütend, „dennoch sind das auch vier Wochen mit ganz tollen Begegnungen“, so der Ruhestandspfarrer. „Wir erleben in der Vesperkirche auch einige Menschen, die die Situation in der Arbeitswelt nicht mehr packen“, so Joachim Rückle. Matthias Willy stimmte zu, „solche entsprechenden Fälle kennt wohl jeder von uns“. Im gleichen Atemzug versprach der Daimler-Verkaufsleiter, dass er in diesem Jahr in der Vesperkirche vorbeischauen werde.

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