Unsere Finanzierung

Wie finanzieren wir unsere Arbeit im Diakonieverband?

Der Diakonieverband mit seinen rund 75 Mitarbeitenden hat einen jährlichen Umsatz von ca. 4,7 Mio €. Ein Großteil davon, ca 80 %, sind Personalkosten. Der Rest sind Mietkosten, Kosten für Telefon, Internet und Server, PCs, Büroausstattung, Fortbildungen, Fahrzeuge und Reisekosten.

Über 30 % dieser Kosten wird von den beiden Kirchenbezirken Reutlingen und Bad Urach / Münsingen getragen. Einen kleineren Beitrag leistet der Kirchenbezirk Tübingen für die Suchtberatung und für die Gemeinden, die zum Landkreis Reutlingen und zum Kirchenbezirk Tübingen gehören. Hinzu kommen extra Zuschüsse z.B. der Gesamtkirchengemeinde Reutlingen für die Verfahrensberatung von Geflüchteten oder das Hohbuchcafè. Außerdem gibt es Zuschüsse der beiden Kirchenbezirke für das Asylpfarramt und eine kleine Sekretariatsstelle. Wichtig war und ist seit einigen Jahren der kirchliche Zuschuss für die Flüchtlingsarbeit. Das sind aktuell etwa 220.000,- €. Diese Mittel sind aber befristet und laufen 2022 und 2023 vermutlich aus. Insgesamt wird seit einigen Jahren der kirchliche Anteil der Finanzierung kleiner, weil die Arbeit des Diakonieverbandes stetig gewachsen ist und die Kirchensteuereinnahmen nur leicht zugenommen haben und aktuell sinken. Mit Ihrer Kirchenmitgliedschaft unterstützen Sie daher tatkräftig unsere diakonische Arbeit.

Eigene Einnahmen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, z.B. bei unseren vier Tafeln und drei Kleiderläden und im Hohbuchcafè. Auch für manche Angebote in der Suchtberatung bekommen wir einen Kostenersatz, z.B. von Betrieben oder der Deutschen Rentenversicherung. Ratsuchende in der Psychologischen Beratungsstelle leisten ebenfalls in der Paar- und Lebensberatung einen Beitrag. Corona bedingt gibt es hier erhebliche Einbußen bei gleichzeitig höheren Ausgaben für Schutzmaßnahmen und Digitalisierung (homeoffice …).

Unverzichtbar für unsere Arbeit sind die Zuschüsse der Landkreise Reutlingen und Tübingen. Die größte Summe geht an die beiden Suchtberatungsstellen in Reutlingen und Tübingen. Gefördert werden durch den Landkreis Reutlingen außerdem die Schuldnerberatung und die Erziehungsberatung an der Psychologischen Beratungsstelle.

Das Land Baden-Württemberg fördert die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, aber auch zu einem kleineren Teil die Suchtberatung. 

Mit Bundesmitteln finanziert wird die Arbeit in der Migrationsberatung und in der EUTB (ergänzende, unabhängige Teilhabeberatung). Ähnlich wie bei der Landkreis- und Landesförderung ist das in der Regel keine Vollfinanzierung. In den letzten Jahren sind die Personalkosten deutlich stärker gestiegen als die Zuschüsse. Dadurch haben sich die Förderquoten zum Teil erheblich verringert.

Auch die Kommunen fördern unsere Arbeit. Die größte Förderung ist die der Stadt Reutlingen für den Bereich der Häuslichen Gewalt. Die Stadt Metzingen fördert einen Stellenanteil in der Sozialberatung. Aber auch durch Bereitstellung der Räume helfen uns die Städte, wie z.B. Reutlingen und Metzingen bei der Tafel.

Weitere Förderungen kommen von den Lotterien (Aktion Mensch, Glücksspirale), dem Europäischen Sozialfonds und der Lechlerstiftung. Aber auch kleinere, regionale Stiftungen unterstützen uns wie z.B. die Bürgerstiftung oder das Spendenparlament.

Immer wichtiger werden Spenden oder Erbschaften. Spenden machen rund fünf Prozent unserer Einnahmen aus. Privat- und Firmenspenden helfen uns sehr. Gespendet werden aber auch Waren und Dienstleistungen. Einen guten Teil dieser Spenden geben wir weiter, z.B. als Nothilfe für Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind.