Das Architekturbüro a+r unterstützt das Diakonische Zentrum Christuskirche.
Mit 5.000 Euro unterstützt das Stuttgarter Architekturbüro a+r die Entwicklung des Diakonischen Zentrums Christuskirche im Stadtteil „Tübinger Vorstadt“. Das Leuchtturmprojekt in der Tübinger Vorstadt in Reutlingen verbindet zukunftsweisend bestehende Bausubstanz, soziale Angebote und bezahlbaren Wohnraum.
„Einige Projekte sind für uns etwas ganz Besonderes – und dieses gehört definitiv dazu“, betont der Geschäftsführer des beteiligten Architekturbüros Dipl.-Ing. Oliver Braun. „Es ist ein echtes Herzensprojekt, weil hier Bestand weitergebaut, sozialer Wohnraum geschaffen und Gemeinschaft gestärkt wird.“
„Wir hauchen einem bestehenden Gebäude neues Leben ein, aber in Aufnahme der Grundidee der Kirche als Ort der Begegnung, der Kultur und des Gottesdienstes“, erklärt Pfr. Dr. Joachim Rückle, Geschäftsführer des Diakonieverbands Reutlingen. „Genau diese Verbindung aus Bestandserhalt und Weiterentwicklung macht das Projekt so spannend.“
Bauen im Bestand verlangt Flexibilität und Vertrauen. Unerwartete Befunde, technische Anpassungen und komplexe Abstimmungen gehören zum Alltag.
„Entscheidend ist, gemeinsam Lösungen zu finden“, so Projektleiter Frank Ziegler, von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Reutlingen, mit Blick auf die bereits seit März 2025 laufende Baumaßnahme. „Nur so kommt man am Ende ans Ziel.“
Ein besonderer Erfolgsfaktor: Nicht nur die Gesamtkirchengemeinde als Bauherrin, sondern auch der Diakonieverband als zukünftiger Betreiber bringt sich intensiv in die Planungen ein. Anforderungen aus der späteren Nutzung – etwa für Beratungsangebote, die Vesperkirche oder Vermietungen – werden so von Anfang an berücksichtigt. So entstehen Räume, die nicht nur gut aussehen, sondern im Alltag funktionieren.
Das Projekt verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele. Es entsteht bezahlbarer Wohnraum, bei dem die Mieten deutlich unter dem üblichen Niveau liegen.
Auch energetisch setzt das Vorhaben Maßstäbe: Eine Geothermieanlage mit 13 Bohrungen versorgt das Gebäude effizient mit Wärme und Kälte. Für zukünftige Mieter bedeutet dies geringere Nebenkosten.
Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zum Klimaschutz. Holzbauweise, Energieeffizienz und der bewusste Umgang mit bestehender Bausubstanz senken den CO₂-Ausstoß nachhaltig. Damit zeigt das Vorhaben, wie zukunftsfähiges Bauen heute gelingen kann.
Die Qualität des Projekts wurde bereits ausgezeichnet: Beim Landeswettbewerb „Kirche und bezahlbares Wohnen“ gehört es zu den Preisträgern.
Für alle Beteiligten ist das Projekt jedoch mehr als ein Wettbewerbserfolg. „Hier zeigt sich, was möglich ist, wenn Fachwissen, Engagement und eine gemeinsame Vision zusammenkommen“, fasst Oliver Braun die Sichtweise und Motivation seines Architekturbüros zusammen.
Die ersten Bereiche sollen bereits Ende des Jahres nutzbar sein – ein wichtiger Meilenstein für ein Projekt, das weit über Reutlingen hinaus ausstrahlen wird und als Beispiel für andere dienen kann.